AKTIVE BEWEGUNGSTHERAPIE
Bewegung gezielt fördern
In der aktiven Bewegungstherapie wird dein Hund selbst aktiv.
Mit gezielt ausgewählten physiotherapeutischen Übungen können Bewegungsabläufe, Körperwahrnehmung, Koordination und die funktionelle Arbeit der Muskulatur unterstützt werden.
Welche Übungen zum Einsatz kommen, richtet sich nach dem individuellen Befund, dem Gesundheitszustand und der Belastbarkeit deines Hundes.
Dabei gilt für mich: Nicht möglichst viel Bewegung ist das Ziel, sondern möglichst sinnvolle Bewegung.
WARUM AKTIVE BEWEGUNGSTHERAPIE?
Behandlung hört nicht auf der Therapieliege auf
Manuelle und physikalische Therapie können wichtige Bestandteile der Physiotherapie sein. Ebenso wichtig kann es jedoch sein, den Hund selbst kontrolliert in Bewegung zu bringen.
Aktive Übungen ermöglichen es, Bewegungen gezielt anzubahnen und den Hund innerhalb seiner individuellen Möglichkeiten aktiv arbeiten zu lassen.
Dabei können je nach Therapieziel unterschiedliche Anforderungen an Koordination, Gleichgewicht, Körperwahrnehmung und Muskelaktivität gestellt werden.
Und wichtig: Die Übungen werden nicht nach einem festen Trainingsplan ausgewählt, sondern an den jeweiligen physiotherapeutischen Befund angepasst.

BALANCE & KOORDINATION
Stabilität beginnt mit Kontrolle
Bei Balance- und Koordinationsübungen wird der Hund mit kontrollierten Bewegungsaufgaben konfrontiert.
Je nach Übung können dabei beispielsweise Gewichtsverlagerungen, Gleichgewicht, Körperkontrolle und das koordinierte Zusammenspiel verschiedener Muskelgruppen gefordert werden.
Schwierigkeit, Untergrund, Dauer und Wiederholungszahl werden individuell angepasst.


PROPRIOZEPTIVE ÜBUNGEN
Den eigenen Körper wahrnehmen
Propriozeption beschreibt die Wahrnehmung von Stellung und Bewegung des eigenen Körpers. Rezeptoren in unter anderem Muskeln, Sehnen und Gelenken liefern dem Nervensystem fortlaufend Informationen darüber, wie sich der Körper im Raum befindet und bewegt.
Physiotherapeutische Übungen können gezielt Anforderungen an diese Körperwahrnehmung und die motorische Kontrolle stellen.
Das sind z.B.: unterschiedliche Untergründe · kontrollierte Gewichtsverlagerungen · gezielte Pfotenplatzierung · langsame Bewegungsaufgaben
ISOMETRISCHE ÜBUNGEN
Muskelarbeit ohne große Bewegung
Bei einer isometrischen Muskelarbeit wird Spannung aufgebaut, ohne dass dabei eine ausgeprägte Bewegung im beteiligten Gelenk stattfinden muss.
In der Physiotherapie können entsprechende Übungen genutzt werden, um Muskulatur kontrolliert zu aktivieren.
Welche Form der Übung geeignet ist, hängt vom Befund und der Belastbarkeit des Hundes ab.


GEWICHTSVERLAGERUNG
Kleine Bewegung, große Aufgabe
Bei kontrollierten Gewichtsverlagerungen wird die Belastung gezielt innerhalb des Körpers verändert.
Der Hund muss auf diese Veränderung reagieren und seine Körperposition stabilisieren. Je nach Ausgangsposition und Durchführung können dabei unterschiedliche Bereiche des Bewegungsapparates angesprochen werden. Gerade unscheinbare Übungen können deshalb durchaus anspruchsvoll sein.
DOSIERUNG IST TEIL DER THERAPIE
Qualität vor Quantität
Mehr Wiederholungen bedeuten nicht automatisch einen größeren therapeutischen Nutzen.
Eine Übung muss zum Hund, zum Befund und zum aktuellen Leistungsvermögen passen. Auch Pausen und Regeneration gehören deshalb zur aktiven Bewegungstherapie.
Ich achte auf die Qualität der Bewegung und passe Übungen, Schwierigkeitsgrad und Umfang individuell an.
UND ZU HAUSE?
Sinnvoll weiterarbeiten
Wenn es für deinen Hund sinnvoll ist, können geeignete Übungen auch zwischen den physiotherapeutischen Terminen durchgeführt werden.
Dabei zeige ich dir die korrekte Durchführung und bespreche mit dir, wie häufig und in welchem Umfang die jeweilige Übung für deinen Hund vorgesehen ist. Denn eine Übung ist nur dann sinnvoll, wenn sie korrekt ausgeführt und passend dosiert wird.

WANN IST AKTIVE BEWEGUNGSTHERAPIE SINNVOLL?
JEDER HUND ARBEITET ANDERS
Aktive Bewegungstherapie kann in unterschiedlichen Bereichen der Physiotherapie eingesetzt werden, beispielsweise im Rahmen von Rehabilitation, bei funktionellen Einschränkungen, zur gezielten Arbeit an Bewegungsabläufen oder im präventiven Bereich.
Ob und welche aktive Therapie für einen Hund geeignet ist, hängt immer von seinem individuellen Gesundheitszustand und dem physiotherapeutischen beziehungsweise tierärztlichen Befund ab. Bei bestimmten Erkrankungen, akuten Beschwerden oder nach Operationen kann vor Beginn der aktiven Therapie eine tierärztliche Abklärung oder Freigabe erforderlich sein.
Wichtig ist, dass man im Hinterkopf behält, nicht jeder Hund versteht eine Übung sofort, nicht jeder Hund findet dieselbe Aufgabe angenehm und nicht jeder Körper bringt dieselben Voraussetzungen mit. Unter anderem aus diesen Gründen passe ich Übungen nicht nur an den Befund, sondern auch an den Hund an. Wir arbeiten in einem Tempo und mit Methoden, die für ihn verständlich und umsetzbar sind.
Aktive Therapie bedeutet für mich nämlich nicht die Bewegung am Hund zu erzwingen, sondern Bewegung gemeinsam und vor allem sinnvoll zu gestalten.
Du möchtest wissen, ob aktive Bewegungstherapie für deinen Hund sinnvoll sein kann? Bei der physiotherapeutischen Befundung schauen wir gemeinsam, welche Übungen und Belastungen zu ihm passen. Melde dich gerne über Whatsapp oder per E-Mail bei mir.